Lernen mit YouTube und KI

Ton YT-Erklärvideo: Du willst wissen, wie man eine quadratische Gleichung löst? Lustiges Männchen grinsend: Kein Problem, wir zeigen es dir. Drei Minuten später: So, nun weisst du, wie man eine quadratische Gleichung löst, gar nicht so schwer, oder?

Anfrage an die KI: Kugelvolumen? Antwort: Gerne zeige ich dir, wie du das Volumen einer Kugel berechnest. Es folgt eine Erklärung, Schritt für Schritt. Soll ich dir noch ein Beispiel zeigen? Ja, gerne. Aha, so geht das, danke, ich bin gerettet!

Die beiden Beispiele zeigen die gängige Auffassung von Lernen in der Mathematik: Formeln und Rezepte lernen, Zahlen einsetzen. Das war’s. Ganz auf der Strecke bleibt das Verständnis. Dieses zu erwerben ist mit anstrengender Denkarbeit und Zeitaufwand verbunden. Häufig glauben die Lernenden selber, dass sie den Hintergrund nicht verstehen müssten. Dieser sei nur für ‚Kluge’. Sie selber müssten nur ‘anwenden’ können. So geht das von Kapitel zu Kapitel. Fazit: Ein Jahr lang viel geübt, aber wenig bis gar nichts verstanden. Stimmen die Leistungen nicht, dann wird eine Nachhilfe eingerichtet. Erraten, die Nachhilfe tut das Gleiche: Wie heisst die Formel? Setzen wir jetzt das Gegebene ein.

YouTube und KI sind perfekte Lösungstools, die jedoch ohne bewussten Gebrauch kaum einen Beitrag zum Verständnis leisten. Sie fördern Denkfaulheit und verhindern Neugier für mathematische Zusammenhänge.

Hier setzt meine Plattform ein. Aus der Perspektive von Studium und langjähriger Unterrichtspraxis wird nicht die schnelle Lösung, sondern die stufengerechte Reflexion über Inhalte angeboten. Sie leistet einen Beitrag zu nachhaltigem, aktivem Lernen, zu mehr Freude und Motivation.